Buchvorstellung „Wach auf Dein Leben wartet“ von Kerstin Werner

Noch nie hab ich mich so lange um eine Buchvorstellung gedrückt wie es bei diesem Exemplar der Fall war. Nicht das ich keine Lust gehabt hätte den vorliegenden Titel „Wach auf Dein Leben wartet“ von Kerstin Werner zu lesen. Eher das Gegenteil war/ist der Fall. Ich hab das Buch in der Zwischenzeit nicht nur einmal sondern bestimmt schon 3 -4mal gelesen – immer etappenweise. Manchmal auch nur gezielt einzelne Kapitel immer wieder, weil Sie für mich grade wichtig und aktuell waren und trotzdem hat das Buch nicht den Weg auf den Blog gefunden. Doch warum ist das so? Noch weiß ich es selbst nicht so ganz genau, doch eine „Teilschuld“ trägt sicherlich die Erkenntnis das man sich schon viel zu lange hat geißeln lassen oder sich selbst vor langer Zeit in Ketten gelegt hat.

Liebe Kerstin, ich hoffe Du verzeihst mir wenn diese Buchvorstellung so ganz anders ausfällt wie Du es eigentlich von mir kennst.

„Wach auf Dein Leben wartet“ ist für mich kein Buch welches man mal eben so runterliest. Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und wage zu behaupten, dass es dafür auch nicht gemacht ist. Wie schon mit Ihren Kinderbuchbänden die sich rund um den Fisch Friedolin drehen, überzeugt Kerstin Werner auch hier wieder mit einer fluffigen Schreibe die sicherlich nicht daran hindert das Buch in einem Rutsch durchzulesen, doch glaube ich das dies zu Kosten der Selbstreflexion gehen würde. Denn dazu regt das Buch zweifelsohne an.

 

Wach auf Dein Leben wartet

 

 

Ein Plädoyer für mehr Selbstliebe

 

Selbstliebe, ein Begriff der sehr oft nur negativ behaftet gesehen wird. Selbstliebe wird leider zu oft mit Selbstverliebtheit verwechselt und hat auch nichts mit einer übersteigerten Form des Egoismus zu tun. Sondern es geht einfach darum sich selbst anzunehmen und zwar allumfassend; nicht nur mit den eigenen Stärken sondern auch mit den eigenen Schwächen –selbst wenn die einen selbst hin- und wieder nerven oder gar in den Wahnsinn treiben.

Denn wenn wir ehrlich sind, sind die meisten von uns doch versucht sich selbst bis zur Schmerzgrenze und oftmals darüber hinaus zu verbiegen. Und warum? Nur um in irgendein gesellschaftliches Raster zu passen und sei es noch so absurd. Der daraus resultierende Peis ist hoch –Will ich meinen. Denn ist es nicht schrecklich das eigene „Ich“ verleugnen zu müssen nur um vielleicht ein kleines bisschen Liebe oder Anerkennung zu bekommen?

 

Liebe erst dich selbst, akzeptiere wer und was du bist, mit all deinen Fehlern; erst dann wirst du wissen was Liebe ist und andere lieben können wie sie sind.

Rose von der Au (*1953), deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin

 

Schwächen können auch Stärken sein

 

Wohl kaum jemand gesteht sich seine Schwächen (gerne) zu. Noch schlimmer ist es dann, wenn man diese vermeintlich gut versteckten Schwächen plötzlich unter die Nase gerieben bekommt. Mir geht es genau so. Wenn ich zu hören bekomme „Jetzt stell Dich mal nicht so an“ oder „Du bist immer so empfindlich“ – Das sind noch die harmlosesten Varianten, dann bin auch ich alles andere als begeistert. Noch vor einigen Jahren hab ich das echt krumm genommen. Heute pieken solche Aussagen zwar immer noch so ein ganz kleines bisschen aber ich hab`gelernt zu meinem Schwächen zu stehen und (das ist der Unterschied) ich weiß mittlerweile das diese vermeintliche Schwäche auch ganz oft eine Stärke ist, die andere leider viel zu oft unterschätzen.

Die stärksten Menschen sind die, die sich auch schwach zeigen können. Auch das gehört zum SEIN.

Kerstin Werner aus  Wach auf Dein Leben wartet , Seite 102

 

 

 

Wach auf Dein Leben wartet – Mein Fazit:

 

Liebe Kerstin, ich möchte hier gar keine große Beurteilung abgeben. Ich denke das Buch und auch der Erfolg Deines Buchs sprechen für sich. Ich für meinen Teil möchte Dir „Danke“ sagen, danke dafür dass Du mich mit Deinem Buch „Wach auf Dein Leben wartet“ wachgeküsst  und wach gerüttelt hast. Das Du mir Baustellen aufgezeigt hast die ich bisweilen ganz gut ignoriert hab, nun aber weiß das es wichtig ist mich um sie zu kümmern.

Und auch wenn wir alle wissen das wir nur eine begrenzte Zeit hier haben, so vergessen wir das alle doch in unserem täglichen Kampf in und mit dem Hamsterrad.  „Wach auf Dein Leben wartet“ lädt dazu ein aus dem Rad auszusteigen. Den Mut zu fassen sich selbst und sein Leben zu feiern und zwar mit all den leuchtenden und auch den ganz zarten Farben, die es zu bieten hat! Und nicht zuletzt, nicht zu vergessen, sich gut um sich selbst zu kümmern!

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