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Buchvorstellung – Du bleibst Du, und ich bleib ich

Älter werden – Als Kind oder Jugendlicher können die Geburtstage gar nicht schnell genug ins Land ziehen. Doch je mehr Jahre ins Land ziehen, umso schneller vergeht auch die Zeit. Zwar ist in den letzten Jahren die Lebenserwartung deutlich gestiegen und ja wir werden auch immer älter. Dennoch ist das Alter etwas, was wir gerne verdrängen.

Heute springt uns dann im Fernsehen, auf Social Media oder sonst wo, diverse Slogans entgegen. Da wird dann zum Beispiel gelobpreist das 50 das neue 30 ist und dergleichen. Und ich frage mich, was soll uns das sagen? Solche Aussagen stehen sicherlich nicht dafür, dass wir einen ganz natürlichen Vorgang als das ansehen was er ist – nämlich selbstverständlich!

 

 

Leben ist endlich

 

 

Den Tod als Teil des Lebens sehen ist zugegeben keine leichte Aufgabe. Früher war es selbstverständlich, da gehörte das Sterben selbstverständlich dazu. Waren früher aber auch die familiären Strukturen anders als dies heute der Fall ist. Denn schließlich war es da selbstverständlich, dass die „Alten“ in der Familie blieben – auch dann, wenn sie hilfs- oder pflegebedürftig waren. Heute ist dieses Konstrukt so gut wie nicht mehr vorhanden. Den Familienverband, der zusammenlebt, gibt es als solchen kaum mehr.

Bei den meisten Familien sieht es heute so aus, dass die einzelnen Familienmitglieder weit verstreut wohnen und man eigentlich nur noch, wenn überhaupt, zu Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten zusammen kommt. Und dann sind es gerade diese Anlässe, die zeigen, dass Leben Spuren hinterlässt. Spuren, die dafür sorgen, dass manche Menschen irgendwann in ihrem Leben wieder angewiesen sind, und zwar auf die Hilfe von anderen.

 

Häusliche Pflege

 

 

Zuhause ist es oft am schönsten

 

 

Viele Menschen möchten so lange es nur irgendwie möglich ist im vertrauten Umfeld bleiben. Und bauen daher auf die Unterstützung von Familienmitgliedern und Freunden. In den Fällen wo es möglich ist, wird der Wunsch in der Regel auch erfüllt. Zu Beginn oftmals noch gar nicht mit dem Bewusstsein, dass eine solche Aufgabe, auch wenn sie zunächst nur klein erscheint – belastend ist.

Sicher findet man im Internet viele Informationen. Informationen darüber wo man was beantragen kann, welche Möglichkeiten es gibt finanzielle Hilfen zu erhalten usw.  Das was man im Netz allerdings nicht findet, sind Erfahrungen von anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Die vielleicht die gleichen Erfahrungen gesammelt haben. Und dann fehlen da noch die kleinen praktischen Hilfen, die so manche Situation einfacher machen.

Diese große Lücke schließt nun ein neues Buch aus dem Gütersloher Verlagshaus.

 

Eltern pflegen

 

 

Du bleibst Du, und ich bleib ich

 

 

Das Buch von Corinna Kohröde-Warnken „Du bleibst Du, und ich bleib ich“ trägt den Untertitel „Balance halten, wenn die Eltern Pflege brauchen“.  Dies mag zunächst etwas Verwirrung stiften, da man annehmen könnte es richtet sich ausschließlich an Kinder, welche die Eltern pflegen. Dem ist allerdings nicht so. Das Sachbuch wendet sich an alle die Fürsorge für Angehörige und/oder Freunde übernehmen.

Wer nun denkt, dass er mit dem Buch einen trockenen Ratgeber an die Hand bekommt, der zudem noch mit allerlei Fachbegriffen gespickt ist, der geht fehl.  Die Autorin ist selbst Krankenschwester sowie Diplom-Pflegewirtin. Im Rahmen der Recherche hat sich Frau Kohröde-Warnken nicht nur mit Fachleuten sondern auch mit pflegenden Angehörigen unterhalten.

Herausgekommen ist ein praxisbezogenes und sehr emotionales Buch, dass den Leser nicht nur abholt und an die Hand nimmt, welches auch auffängt. Ein Buch, dass dort anfängt wo andere Bücher, die nur so von Theorie strotzen längst aufhören und den Leser mit unzähligen Fragezeichen zurücklassen.

Du bleibst Du, und ich bleib ich ist aber auch ein Buch, dass dazu einlädt einmal den Blickwinkel zu ändern. Und so die Chance auf Entwicklung von Verständnis, auf beiden Seiten, bietet. Anzuerkennen, dass vieles einfach nicht planbar ist und dadurch Frieden mit sich selbst sowie der Situation zu schließen.

Alles in allem ein mutmachendes und stärkendes Buch, dass wirklich von jedem der mit Pflege in irgendeiner Form zu tun hat, gelesen werden sollte.

Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Noch einmal herzlichen Dank hierfür.

 

 

 

 

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