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Buchvorstellung – Brot, so schmeckt Heimat und Rezept für Rosinenbrötchen

Wenn Kuchenduft durch die Küche zieht, dann ist das schon ziemlich verführerisch. Was ich persönlich allerdings noch ein kleines bisschen schöner oder besser gesagt heimeliger empfinde, ist wenn die Wohnung vom Duft von frischem Brot erfüllt wird.

Natürlich könnte ich mein Brot, wie viele andere auch, irgendwo beim Bäcker oder im Supermarkt kaufen. Doch davon bin ich gänzlich abgekommen. Zum einen gibt es hier, in unmittelbarer Nähe, keine Handwerksbäckerei die tatsächlich selbst (und hierbei meine ich nicht das einfach irgendeiner Fertigmischung Wasser zugesetzt und vermischt wird und daraus dann Brot gebacken wird) Brot backt. Und zum anderen schmecken mir die Brote nicht. Ein anderer Faktor warum ich kein fertiges Brot kaufe ist, dass ich die vielen Zusatzstoffe einfach nicht vertrage.

Von daher ist das Buch von Helene Weinold-Leipold ein willkommener Neuzugang im Bücherregal. Das Buch aus dem Bassermann Verlag besticht durch seine anschauliche Herangehensweise an die Thematik, sodass auch Anfänger mit den enthaltenen Rezepten sicherlich gute Resultate erzielen werden.

 

 

Bevor es an den Rezeptteil geht findet Ihr in dem Buch nicht nur eine ausführliche Warenkunde, sondern ebenfalls noch Erklärungen zum Backen mit Hefe und zum Ansetzen von Sauerteig. Erfahrene Bäcker werden diese Seiten meist gar nicht bemerken, sondern sich gleich zum umfangreichen Rezeptteil vorarbeiten.

Ich habe mir zwei Rezepte aus dem Buch herausgepickt und diese nachgebacken. Und zwar handelt es sich hierbei um die Rosinenbrötchen von Seite 100 und die Butterhörnchen von Seite 104. Beide Gebäcke sind wunderbar gelungen, wenngleich die Optik bei den Hörnchen doch noch etwas verbesserungswürdig ist. Daran ist allerdings sicherlich nicht das Rezept schuld.

Und damit Ihr auch gleich in den Genuss von wunderbaren, frischen Rosinenbrötchen kommt gibt es hier nun das Rezept aus dem Buch „Brot, so schmeckt Heimat“.

 

Rezept für Rosinenbrötchen

 

Zutaten für 10 Rosinenbrötchen

  • 500g Weizenmehl (Type 405)
  • ¾ Würfel Hefe
  • 2EL Zucker
  • 250ml Milch, lauwarm
  • 75g Butter, weich und in Flöckchen
  • 2EL Rum, optional
  • 100g Rosinen

Für die Zuckerlösung:

  • 50g Zucker
  • 50ml Wasser

 

 

So wird`s gemacht:

  • Weizenmehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe in die Vertiefung bröckeln, 1 Teelöffel Zucker dazugeben, mit ein bisschen von der lauwarmen Milch und etwas Mehl verrühren. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Vorteig 20 Minuten ruhen lassen.
  • Im Anschluss den restlichen Zucker, die Milch, Butter sowie Rum (falls gewünscht) und die Rosinen hinzufügen. Alle Zutaten miteinander vermengen und kräftig durchkneten.
  • Aus dem entstandenen Teig 10 Kugeln mit einem Durchmesser von etwa 4 Zentimetern formen und ein wenig flach drücken. Die Kugeln auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Backblech setzen. Wer mag kann die Rosinenbrötchen noch mit einem scharfen Messer leicht einschneiden. Das Blech mit den Brötchen abdecken und nochmals für 15 Minuten ruhen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Zuckerlösung herstellen. Hierfür Zucker und Wasser unter Rühren erhitzen. Und zwar so lange bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat.
  • Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Rosinenbrötchen auf der mittleren Schiene 20 – 25 Minuten backen. Das Blech aus dem Ofen nehmen. Die Brötchen mit der Zuckerlösung bestreichen und nochmals für 5 Minuten backen.

Im Buch ist für die letzten 5 Minuten eine Temperatur von 225 Grad angegeben. Ich bin bei 200 Grad geblieben.

 

 

 

Brot, so schmeckt Heimat – Mein Fazit

 

Ein schlichtes Buch, dass vielleicht in der Menge der aufwändig gestalteten Backbücher, die derzeit erhältlich sind, ein wenig untergehen mag. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn erst einmal aufgeschlagen offenbart das Backbuch eine enorme Vielfalt an tollen Rezepten. Denn hier findet Ihr eben nicht nur die Rezepte wie beispielsweise Vintschgauer die in nahezu jedem Buch dieser Sparte vertreten sind. Auch weniger bekannte Rezepte wie zum Beispiel für ein Honigbrot (das sehr verlockend klingt) oder ein Karottenbrot sind hier vertreten.

Zudem sind die Rezepte sehr gut erklärt, sodass im Grunde genommen nichts schief gehen kann.

Ein tolles Brotbackbuch welches obendrein mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis überzeugen kann.

 

 

Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Noch einmal herzlichen Dank hierfür.

 

 

 

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