Bücher

Manchmal ist Glück ganz einfach

Berufsbedingt habe ich mich in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema „Glück“ beschäftigt. Glück ein vielschichtiges Thema, dessen war ich mir wohl bewusst. Doch dass es nicht nur vielschichtig, sondern durchaus sehr kompliziert sein kann, dass wurde mir erst in den letzten Wochen richtig klar. Denn wir Menschen lieben es Dinge kompliziert zu machen.  Und da macht das glücklich werden keine Ausnahme. Oftmals gehen wir davon aus, dass wir nur dann glücklich werden können wenn wir noch mehr arbeiten, noch mehr Geld zur Verfügung haben welches wir dann oft in Dinge investieren, von denen wir denken, dass sie uns glücklich oder noch glücklicher machen können. Vielleicht mag das sogar für einen gewissen Zeitraum zutreffen. Doch irgendwann ist auch der Fernseher oder die Handtasche keine neue Errungenschaft mehr.

Oft vergessen wir dabei, dass es viel öfter die kleinen Dinge sind, die unsere Augen zum Strahlen bringen und uns tatsächlich glücklich machen.

Mich macht es beispielsweise glücklich, wenn ich einige gemütliche Stunden in der Küche verbringen kann und Zeit zum Backen habe. Wenn mal wieder besonders viele Glückshormone produziert werden sollen, dann widme ich mich gerne einem Rezept mit Hefeteig oder ich backe Brot, genauer gesagt ein Brot mit Sauerteig.

 

 

Warum gerade Hefeteig oder Sauerteig?

 

Zum einen, weil beide Teige mich dazu zwingen einen Gang runterzuschalten und mir beziehungsweise dem Teig seine Zeit zu lassen. Frei nach dem alten Motto „Was lange währt, wird endlich gut!“

Und da ich keine riesigen Mengen zubereiten muss, verzichte ich ganz bewusst auf den Einsatz der Küchenmaschine. Ich finde es nicht nur extrem entspannend den Teig mit den Händen zu kneten, sondern bilde mir auch ein, dass der Teig durch das Kneten mit der Hand noch ein klein wenig besser wird wie es beim Einsatz der Küchenmaschine der Fall ist.

Und wenn sich dann allmählich der Duft von Brot in der ganzen Wohnung ausbreitet – Spätestens dann, ist wieder ein Lächeln in meinem Gesicht zu finden.

Und da mich nicht nur backen, sondern in den meisten Fällen auch ein Buch ziemlich glücklich macht, kommen wir nun zum eigentlichen Thema des Blogposts- Nämlich zu einer Buchvorstellung.

 

 

 

 

Sauerteig – Glück vermehrt sich in 4 Tagen von Martina Goernemann

 

Die Autorin Martina Goernemann bringt man sicherlich nicht mit dem Thema „Brot“ in Verbindung – zumindest bis zu diesem Buch. Denn vorher habe ich den Namen Martina Goernemann eher mit den Themen „Wohnen“ und „Einrichtung“ in Verbindung gebracht. Doch mit „Sauerteig – Glück vermehrt sich in 4 Tagen“ widmet sie sich dem Sauerteig und zwar in ihrer ganz besonderen Art und Weise. Wer hier ein „schnödes“ Rezeptbuch erwartet, der wird überrascht sein, wenn das dicke, 190 Seiten starke Buch in den Händen liegt.

Schon allein von außen ist dieses Buch ein wunderbares Versprechen. Die matte Haptik verleitet immer wieder aufs Neue dazu, über den Buchdeckel zu streicheln. Allerdings sollte man es beim Streicheln nicht belassen. Bevor das Buch geöffnet wird, ist es ratsam sich schon einmal ein gemütliches Plätzchen zu suchen und vielleicht auch eine schönes Tasse Tee, Kaffee oder dergleichen parat zu stellen. Denn einmal in die Seiten versunken möchte man das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Natürlich finden sich in diesem Buch auch Rezepte. Doch ist es so viel mehr als nur eine Sammlung von zweifelsohne leckeren Brotrezepten. In diesem Werk findet man Geschichten über außergewöhnliche Menschen die unterschiedlicher nicht sein können, doch die alle eine Sache verbindet – die Liebe zum Sauerteig. Und was vielleicht noch viel wichtiger ist, stellt dieses Buch eine besondere Art von Ratgeber dar. Denn es verspricht ein heilsames Pflaster, welches sich jeder anlegen kann. Ein Pflaster, das kein Vermögen kostet, welches aber dennoch so kostbar ist das man sich unbedingt daran versuchen sollte!  Denn manchmal braucht es nicht mehr oder weniger als ein leeres Glas, etwas Mehl, Wasser, Geduld und die richtige Portion Liebe!

 

 

 

Sauerteig-Glück vermehrt sich in 4 Tagen – Mein Fazit:

 

Ich bin ohnehin ein Fan von selbstgebackenem Brot. Und mit diesem Buch ist diese Liebe vielleicht sogar noch ein Stückchen größer geworden. Schuld daran oder viel besser gesagt verantwortlich dafür sind die tollen Geschichten, die dieses Buch zum Leben erwecken.  Und selbst wenn man gerade  keinem Sauerteig ein Zuhause schenkt oder vielleicht selbst nicht Brot backen möchte – allein das Lesen oder auch schon das Blättern in diesem Buch macht vor allem eines – Ein kleines Stückchen glücklicher!

 

Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Noch einmal herzlichen Dank hierfür.

 

 

 

 

 

 

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