" />Jommeke – Der belgische Kindercomic – Taugt Das?
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Jommeke – Der belgische Kindercomic

Gelesen wird hier ziemlich viel. Wobei, das muss ich ja zugeben, ich wohl diejenige bin die dafür sorgt das die Stapel ungelesener Bücher eigentlich nie verschwinden und somit irgendwie nie Platz im Bücherregal ist. Würde ich alle Bücher behalten, die ich schon gelesen habe, dann könnte ich sicherlich locker eine eigene Bücherei aufmachen.

Allerdings soll es in diesem Post nicht um meine, sondern um die Leseleidenschaft von Jörg gehen. Und Jörg liebt Comics! Allerdings nicht einfach irgendwelche – Nein, da ist der Herr des Hauses anspruchsvoll. Für den perfekten Comic-Lesegenuss muss es schon ein belgischer Comic sein. Da kann der sonst eher ruhelose Geist doch dann tatsächlich auch mal eine ganze Weile auf dem Sofa verbringen und in andere Welten abtauchen.

 

Belgien – Land der Comics

Bier, Pralinen oder Pommes, das sind wohl die Dinge, welche die meisten von uns mit Belgien in Verbindung bringen. Doch wer einen Blick auf die Tourismusseite von Belgien wirft, der wird sich, sofern er nicht comicaffin ist, verwundert die Augen reiben. Denn da wird doch tatsächlich der Comic im gleichen Atemzug mit Pralinen und Bier genannt.

Die Belgier sind also nicht nur auf ihre kulinarischen Verlockungen stolz, sondern eben auch auf ihre Comiczeichner. Und davon hat Belgien wirklich viele zu bieten. So lässt das Comic-Zentrum Brüssel auf seiner Seite verlauten, dass es in Belgien mehr als 700 Comic-Autoren gibt.

Natürlich haben es nicht alle diese Autoren zum Durchbruch geschafft oder gar Weltruhm erlangt. Dennoch ist es erstaunlich das die Gesamtauflage für Alben und Serien bei etwa 40 Millionen Exemplaren pro Jahr liegt. Das bedeutet, dass 60% aller Bücher, die in Belgien herausgegeben werden, Comics sind. Und anders als hierzulande ist Comic in Belgien eine Kunstrichtung für sich. So ist es gar nicht weiter verwunderlich, dass der Comic in Belgien schon lange zur „Neunten Kunst“(le neuvième art) erklärt wurde.

 

 

 

 

Georges Remi – Der Wegbereiter für belgische Comics

Viele Geschichten der belgischen Serien und Alben, die wir heute kennen begannen ganz klein und zunächst unscheinbar in irgendwelchen Zeitungen oder in deren Beilagen. So auch die Geschichten von Georges Remi der wohl den meisten von uns (auch nicht Comickennern) eher unter dem Namen Hergè bekannt ist. Seine Comichelden „Tim und Struppi“ waren zunächst Bestandteil der Kinderbeilage der belgischen Zeitung „Le Vingtième Siècle“. Es dauerte allerdings gar nicht lange bis sich herausstellte, dass dieses Duo nicht nur die Herzen der Kinder, sondern auch der Erwachsenen im Sturm erobert hatte.

Und so ist sich der Pressesprecher des Hergè – Museums heute sicher das wohl kein Belgier so bekannt ist, wie Tim es ist.

 

Es gibt keine zweitrangige Kunst, keine Hierarchie zwischen Comic und Malerei

(Hergè)

 

Und so war es Hergè der nicht nur dem belgischen Comic zu einem immer noch andauernden Siegeszug verhalf, sondern der ebenfalls dafür sorgte, dass viele Landsleute es ihm gleichtun wollten und ebenfalls zu Stift und Papier griffen. Durch seine unverkennbare „ligne claire“ wurde Hergè so zu einem absoluten Vorbild für ganze Generationen von Comic-Zeichnern.

 

Jef Nys – Der Schöpfer von Jommeke

Neben Tim und Struppi gibt es selbstverständlich noch viele weitere belgische Comics, die sich sowohl großer Bekanntheit als auch Beliebtheit erfreuen. Darunter zählen unter anderem Lucky Luke, Die Schlümpfe, Suske und Wiske oder auch Spirou und Fantasio.

Ein weiterer belgischer Comic ist „Jommeke“. Hierzulande ist die Reihe von Jef Nys leider (noch) ziemlich unbekannt. In den Jahren 1971 – 1980 wurde der Comic bei uns unter dem Titel „Peter und Alexander“ publiziert. Seit September 2011 wird die Serie in Deutschland nun unter ihrem eigentlichen Namen “Jommeke“ vom stainlessArt Comic Verlag mit Sitz in Aachen publiziert.

Schon beim ersten Blättern durch die Jommeke Hefte wird klar, dass auch hier Hergè Vorbild stand. Ähnlich wie bei den Zeichnungen des Tim und Struppi Schöpfers fällt auch hier auf, dass auf Schatten und schwarze Flächen zum größten Teil verzichtet wurde. Ansonsten lässt sich sagen, dass die Zeichnungen von Jef Nys doch mit deutlich weniger Detailverliebtheit auskommen und in ihren Ausführungen eher etwas gröber ausfallen. Was der Beliebtheit, zumindest in Belgien, keinen Abbruch tut. So bekam Jef Nys im Jahr 2005 für sein Werk den Goldenen Adhemar verliehen – Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Auszeichnung für herausstechende Persönlichkeiten der flämischen Comicszene.

 

 

Jommeke – Der Kindercomic

Wie jedes Märchen, jeder Roman und jede Geschichte braucht auch ein Comic eine Hauptfigur. Hier heißt der Held wie die Comicreihe selbst „Jommeke“. Dabei handelt es sich um einen kleinen Jungen mit strohblonden Haaren, der beim Durchblättern der Alben sofort ins Auge sticht. Und ähnlich wie Tim oder Lucky Luke hat auch dieser Held einen tierischen Begleiter an seiner Seite.

Im Fall von Jommeke handelt es sich nicht etwa um ein Pferd oder einen Affen, sondern um einen äußerst pfiffigen Papagei mit Namen „Flip“. Flip ist nicht einfach nur da, sondern erweist sich beim Bestehen von Abenteuern, Lösen von Rätseln oder beim Kampf gegen die Ganoven, auf seine ganz eigene Art und Weise immer als sehr hilfreich.

Das Erleben von Abenteuern ist immer schöner, wenn man Menschen um sich herum hat mit denen man dies teilen kann. Und daher erleben Jommeke und Flip ihre Abenteuer nicht allein, sondern im Gespann mit guten Freunden, wie zum Beispiel Filliberke, den Zwillingen Annemieke und Rozemieke und Professor Goeljin.

 

 

 

Wie es bei nahezu allen belgischen Comics der Fall ist, erweisen sich die auch die Geschichten rund um Jommeke als vielschichtig, tiefgründig und zeichnen sich durch eine ganz besondere Art von Humor aus. Im Fokus dieser Comicreihe von Jef Nys stehen Themen wie Hilfsbereitschaft und Freundschaft.

Uns alle (auch den 9-jährigen Junior) haben die Geschichten von Jommeke und seinen Freunden in ihren Bann gezogen und wir erwarten freudig weitere Abenteuer. Von den bisher in Belgien erschienenen 245 Bänden wurden bis jetzt nur 21 ins Deutsche übersetzt, der nächste Jommeke Band – Der kleine Professor – erscheint am 31. Januar. Wir freuen uns schon darauf!

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und mehr über den liebenswerten Comichelden erfahren möchtet, dann klickt Euch auf die Clubseite. Dort erfahrt Ihr mehr von Jommeke und seinen Freunden und der Nachwuchs freut sich sicherlich über die kniffeligen Rätsel sowie die Malvorlagen.

Und wer sein Glück gerne bei Gewinnspielen versucht, der sollte unbedingt unsere Facebookseite im Auge behalten. 😉

 

 

 

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