Lackieren

Shabby Chic muss nicht teuer sein

Manche Sachen finden sich im Leben auf mysteriöse Weise ein. So auch Möbelaufbereitung oder Pimping? Nach der Trennung von meiner Ex musste beziehungsweise wollte ich mir meine Wohnung einrichten. Als bekennender IKEA und Naturholzmöbel Fan war natürlich der erste Blick in Richtung Kleinanzeigen und Natur-Massivholzmöbel. Diese waren auch schnell gefunden und dem ersten Einräumen und dem so verdienten Schlaf stand nix im Wege.

 

Ernüchterung machte sich breit

 

Aber nach mittlerweile mindestens 30 Jahren IKEA Erfahrung war das nicht wirklich was Neues. Praktisch, klassisch und … mittlerweile irgendwie auch abgedroschen. Irgendwas musste passieren. Nun bin ich nicht der Typ, der seine Möbel knallbunt anmalt. Hab ich einmal gemacht – Mama hat´s später wieder etwas dezenter überlackiert. Danke Mama.

 

Was nun?

Da reden plötzlich alle von Shabby chic, oder Vintage. Ja, nicht schlecht! Könnte mir gefallen.

Abschleifen?

Kein Problem, kann ich!

Anmalen?

Schaff ich auch!

Kreidefarbe?

Mir wurde kreidebleich beim Preis. Da kann ich die Möbel fast neu für kaufen.

 

Also Alternative suchen. Mit wieder gekehrter Gesichtsfarbe und neuem Elan zurück zum Baumarkt. Farbe kann teuer sein. Also einen großen Topf weiße Farbe eingepackt. Und der erst Test konnte starten. Als erstes Objekt musste ein Bücherregal herhalten. Anhand von Bildern im Internet hatte ich mich entschieden, jeweils einzelne Teile in Natur-Holz-Farbe zu belassen, als Kontrast. Ganz weiss geht halt doch nicht. Also alle abnehmbaren Teile raus nehmen und los gehts mit dem Abschleifen. Bei dem Regal hatte ich Glück, es war gänzlich unbehandelt, sodass ich nur leicht anschleifen musste.

 

 

Bücherregal shabby

 

Überraschung!

 

Was mich aber überraschte, war die Tatsache, dass das Holz die Farbe regelrecht aufsog. Ich musste insgesamt 3mal streichen und der Topf Farbe war nach der zweiten Runde bereits leer. Wird wohl doch fast so teuer wie Kreidefarbe. Zumindest war das Ergebnis nach dem dritten Anstrich sehr gut. Auf den großen Flächen mit Schaumstoffrolle verteilt, Kanten und Ritzen mit dem Pinsel vorbereitet.

Ganz wichtig: Nach dem ersten Streichen noch mal mit Schmirgelpapier anschleifen, da sich ansonsten unschöne Bläschen bilden oder Pickelchen stehen bleiben. Nach dem Trocknen zusammen bauen und fertig.

Ich bin begeistert vom Ergebnis und habe mittlerweile mehre Möbelstücke auf diese Art „gepimpt“. Einige habe ich gebraucht für kleines Geld erwischt und musste auch mal etwas ausbessern am Holz, aber die Mühe hat sich gelohnt. Ab dem zweiten Möbelstück konnte ich auch die Farbbeschaffung optimieren, indem ich ein Angebot vom Discounter genutzt habe und eine größere Menge Farbe eingekauft habe, die ich aber nur für den ersten und zweiten Anstrich verwende. Der dritte Anstrich erfolgt immer noch mit der guten, teuren Farbe aus dem Baumarkt.

 

 

Stühle im Shabby Look

 

 

Fazit:

Also, meine neue Familie und ich sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.  Gebrauchte Möbel günstig aufpeppen, ist an sich einfach – erfordert halt nur ein wenig Zeitaufwand. Weitere Möbelstücke sind, im Übrigen, in Vorbereitung.

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