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Buchvorstellung – Das Glück und wir dazwischen

…oder die Frage nach dem „Was wäre wenn?“

Haben wir sie uns nicht schon alle mal gestellt? Der eine vielleicht etwas öfter als der andere, doch es gibt Situationen da ist die Tatsache, dass diese Frage gestellt wird sowas von bombensicher.

Häufig geht es dabei um einschneidende Erlebnisse. Dabei muss es nicht immer um die großen Entscheidungen gehen. Ganz im Gegenteil. Viel öfter geht es um die kleinen Entscheidungen im Leben, die oftmals weite Wogen schlagen. Und dann kommt es vor, dass wir plötzlich in einer Sackgasse landen oder uns das Leben wohlgesonnen ist und alles wie am Schnürchen läuft. Bei beiden Möglichkeiten taucht die Frage auf – zwar aus unterschiedlichen Intensionen, doch ist sie da. Und dann sitzen wir da. Spinnen eine Geschichte, die unsere hätte sein können, wenn wir eine andere Entscheidung getroffen hätten. Manchmal sind wir dankbar, dass wir eben genau diese Entscheidung getroffen haben und manchmal hadern wir mit uns und unserem Schicksal. Weil die vermeintlich richtige Entscheidung sich doch als Irrweg herausstellte.

 

„Es spielt keine Rolle, ob wir etwas absichtlich oder unabsichtlich getan haben. Es ist egal, ob es ein Unfall oder ein Fehler gewesen ist. Ob wir meinen, es sei alles Schicksal. Denn Schicksal hin oder her, wir sind noch immer für unser Handeln verantwortlich. Jeden Tag treffen wir große und kleine Entscheidungen, und diese Entscheidungen haben Konsequenzen.“

 

Und genau um dieses -was wäre wenn-, um das -entweder, oder- geht es in dem Buch „Das Glück und wir dazwischen“ von Taylor Jenkins Reid. Der Roman erzählt quasi zwei Geschichten gleichzeitig. Doch in beiden Geschichten begleiten wir Protagonistin Hannah durch ihr Leben und können Anteil daran nehmen wie eine Entscheidung, in die jeweils eine oder andere Richtung ein Leben verändern und beeinflussen kann.

 

Buch

 

 

Das Glück und wir dazwischen – Mein Fazit

 

Schuld daran, dass ich überhaupt zu diesem Roman gegriffen habe, hat in erster Linie das Cover. Während mich das äußere Erscheinungsbild des Buches komplett abgeholt hat und auf den ersten Blick begeistern konnte, so hakt es, zumindest für mich, ein wenig an den inneren Werten des Buchs.

Der Ansatz für die Geschichte ist sicherlich spannend. Doch schlittert man als Leser, vollkommen unvorbereitet, in beide Geschichten so herein. Zu Beginn war das für mich verwirrend und hat die Lesefreude getrübt. Ich musste erstmal klarkommen, was dafür sorgte, dass ich mich so manches Mal aufraffen musste, um überhaupt weiterzulesen. Dadurch gestaltete sich der Einstieg in die Geschichte auch als ziemlich langatmig und schwierig.

Die Geschichte an sich ist gut geschrieben, doch fehlt mir bei der Erzählung an manchen Stellen der nötige Spannungsbogen, der mich dazu verleitet noch eine Seite und noch eine Seite lesen zu wollen ohne dass ich einen Blick auf die Uhr riskiere. Doch war dies bei diesem Buch leider nicht der Fall -Schade! Ein weiterer Kritikpunkt stellen für mich die Charaktere der Geschichte dar, die für mich nicht wirklich gut ausgearbeitet sind. Wirklich warm werden konnte ich mit keiner der Personen, was vielleicht auch daran liegt das ich ein wenig die  Besonderheiten oder Macken vermisst habe, die eben jeden Menschen ausmachen.

Dennoch punktet der Roman „Das Glück und wir dazwischen“ bei mir mit einigen sehr guten Textpassagen, die mich absolut angesprochen haben. Und zum Abschluss gibt es meine Lieblingspassage aus diesem Buch von Taylor Jenkins Reid:

 

„Wenn man jemanden liebt, wenn man meint, man könnte ihn für den Rest seines Lebens glücklich machen, dann sollte einen nichts aufhalten. Man sollte den anderen nehmen, wie er ist. Beziehungen sind nicht sauber und ordentlich. Sie sind dreckig und chaotisch, und sie ergeben meistens keinen Sinn, außer für die zwei, die sie leben. Das denke ich. Ich glaube, wenn man jemanden wirklich liebt, akzeptiert man die Umstände und versteckt sich nicht hinter ihnen.“

 

Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Noch einmal herzlichen Dank hierfür.

 

 

 

One Comment

  • Martina

    Diese Buch hast Du sehr gut beschreiben ! Fazit: man hätte mehr daraus machen können. Spannendes Thema, was wäre wenn…… Das macht mich jetzt neugierig und regt zum Lesen an 🙂

Vielen Dank, dass Du mir Deine Zeit geschenkt hast und mir zu diesem Post etwas sagen möchtest